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Arno Beck – See you later Curator at Stiftung Schmidt Drenhaus

In seinen neuen Acrylbildern auf Leinwand verbindet Beck die Ästhetik des klassischen Holzschnitts mit Anspielungen auf digitale Bildkultur. Humorvolle Bilduntertitel im Stil von Memes brechen die vermeintlich vertrauten Szenen und verleihen den Werken eine zusätzliche Ebene aus Ironie und Zeitgeist.

Dabei versteht Beck den mittelalterlichen Holzschnitt als eine Art „Meme der frühen Neuzeit“ – eine frühe Form bildlicher Massenkommunikation, in der sich Text und Bild zu knappen, pointierten und oft humorvollen Kommentaren verbanden. Als erstes massenhaft reproduzierbares Bildmedium war der Holzschnitt zugleich Träger von Volksnähe und kultureller Selbstreflexion seiner Zeit.

So entstehen Arbeiten, die kunsthistorische Referenzen aufnehmen und in die Gegenwart überführen: Sie verknüpfen die Logik digitaler Memes mit der Tradition druckgrafischer Reproduzierbarkeit und formulieren einen klugen Kommentar zu Originalität, Kreativwirtschaft und Künstlerdasein.